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»Oberuferer Christgeburtspiel«

Unser Dank für 2012

In den letzten Tagen des Jahres möchten wir uns auch heuer, wie jedes Jahr, bei allen Menschen herzlich für ihre Unterstützung und ihr Wohlwollen bedanken. Dazu ist unser Adventfest bestens geeignet, zu welchem wir am Samstag, dem 22. Dezember von 16 bis 18 Uhr (oder zur Generalprobe am Donnerstag, 20. Dezember 2012 - Beginn 19 Uhr) herzlich einladen. Mittelpunkt unseres festlichen Treffens wird, wie immer, das »Oberuferer Christgeburtspiel« in unserem Festsaal sein. Schon im Oktober wurde mit den Proben dafür begonnen. Viele unserer Klientinnen und Klienten nehmen daran gerne teil.

Einladung zum Oberuferer Christgeburtspiel

Wie erfreulich und bewundernswert ist es zu sehen, wie sich unsere »Schauspieler« in ihre Rollen einarbeiten und sich dabei seelisch aufbauen und festigen. Diese therapeutische Wirkung ist das Hauptziel dieses uralten Weihnachtsspieles. Dieses urchristliche Weihnachtsspiel soll nicht nur den Darstellern, sondern auch unseren Besuchern Weihnachtsstimmung vermitteln.

Die Gäste mögen bewundernd feststellen, was unsere »Birkenhöflinge« gelernt haben und wie gut sie in der Lage sind, dieses gekonnt darzustellen. Und wie stets, werden sie es auch heuer schaffen, in den Zusehern und Zuhörern eine weihnachtliche Seelenstimmung als Gegengewicht zur so sehr laut gewordenen Vorweihnachtszeit zu erzeugen. Liebe Freunde, wir werden uns sehr freuen, wenn wir uns bei Ihnen auf diese Weise, für Ihr Woh

Oberuferer Christgeburtspiel

Das »Oberuferer Christgeburtspiel« ist eines der ältesten, vielleicht überhaupt das älteste noch gepflegte Spiel im deutschen Sprachraum. Wer es spielt oder mitempfindet, der erlebt gerade durch die so sehr ursprüngliche Kraft und Einfachheit der Spielfassung das Weihnachtsgeschehen unmittelbar und tiefgehend. Da ist weder Requisit- noch sonst wie Theatermäßiges. Im Kreis aller Mitspieler und Mitspielerinnen entsteht bildhaft, was vor zweitausend Jahren geschah.

Es handelt sich um tief christliches Kulturgut, ausgehend vom 12./13. Jahrhundert von der Schweiz, von Bayern, Baden-Württemberg und dem Elsas. Ausgewanderte Haidbauern brachten es im 15./16. Jahrhundert in die Slowakei und Bauernburschen führten es alljährlich im Raum Bratislava/Pressburg auf der Donauinsel »Oberufer« auf.


In diesem Spiel kommt das Krippengeschehen zur Darstellung. Voran die Verkündigung Gabriels, dann die Wanderung Josephs und Marias nach Bethlehem, Herbergsuche, Geburt im Stall, Verkündigung an die Hirten und deren Opfergaben an der Krippe.

Der Germanist und Goetheforscher Prof. Dr. Julius Schröer aus Wien zeichnete es im 19. Jahrhundert schließlich auf. Nachdem er Rudolf Steiner damit bekannt gemacht hatte, wurde es auf dessen Initiative hin 1910 in Berlin und 1911 in Wien aufgeführt, also vor über 100 Jahren.

Seit 1919, dem Gründungsjahr der ersten Waldorfschulen, wird es weltweit alljährlich in diesen, aber auch in heilpädagogischen bzw. sozialtherapeutischen Einrichtungen und anderen, gespielt. In unserer Einrichtung ist es von Anfang an liebgewordener Teil der Einstimmung auf Weihnachten.